Seit 1997 gibt es im kath. Jugendhaus die Hauptschülerarbeit.
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst
als Referentin für Haupt- und Werkrealschulen bietet zusammen mit einem Team von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Tage der Orientierung und Konfliktseminare an. Dieses Angebote richtet sich an Haupt-, Förder- und WerkrealschülerInnen der 8. und 9. Klasse.
> Kirche kämpft um ihre Hauptschülerarbeit
(BNN, 25. September 2009)
> zum aktuellen Jahresbericht der Haupt- und Werkrealschülerarbeit 2011/2012
> Hauptschülerarbeit der kath. Kirche als "Futurist" ausgezeichnet
(Juli 2009)
> Interview mit Frau Renate Raststätter MdL
> "Totaler Respekt und großer Zusammenhalt"
(Artikel der Zeitschrift echt-motiviert 02/09 zur 72-Stunden-Aktion)
> "Gruppenkuscheln gegen Hahnenkämpfe"
(BNN, 30. Oktober 2008)
Wesentliches zu unseren Angeboten
-
Sie richten sich an eine Zielgruppe, die oft vernachlässigt wird
-
Punktuelles & projektbezogenes Angebot - nicht kontinuierliche verbandliche Jugendarbeit
-
Für die beteiligten Schülerinnern und Schüler (und oft auch für die LehrerInnen) eine völlig neue Erfahrung ...
-
Und sie bewirken bei den Schülerinnen und Schülern tatsächlich eine spürbare Änderung des Verhaltens
Unsere Bilanz für das Schuljahr 2011/ 2012
481 Schüler und Schülerinnen aus 40 verschiedenen Förder-, Haupt- und Werkrealschulen haben an 6 Konfliktseminaren ( KeKs) à 3 Tage, an 12 Tagen der Orientierung (TdO) über 3 Tage, an 2 Kommunikationsseminaren à 2 Tage, an 1 Streitschlichterausbildungen à 14 Tage , an 5 Streitschlichter Supervisionstagen und an 1 SMV - Seminar à 2 Tage teilgenommen.
Tage der Orientierung (TdO)
-
Die Schüler, Eltern, der Rektor, in der Regel der Klassenlehrer, hört von den Tagen der Orientierung (TdO), findet die Idee interessant, nimmt
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst
auf mit Margarita Rodriguez und trifft erste Absprachen.
-
Das TdO-Team vom Jugendhaus besucht die Klasse und erläutert das Konzept.
-
Die Klasse entscheidet sich für die TdO und wählt ein Thema (Beziehung-Partnerschaft-Liebe, Zukunft, Gemeinschaft, Konflikte, etc.). Das Thema wird weder vom Team noch vom Lehrer vorgegeben. Die Schüler entscheiden selbst, was ihnen wichtig ist.
-
Der Rektor gibt gemäß Landesgesetz Schulbefreiung für die Dauer der TdO
-
Die SchülerInnen fahren für zweieinhalb Tage (oder auch mal fünf) auf ein Selbstversorgerhaus und bearbeiten unter Leitung des TdO-Teams "ihr" Thema.
Ziele der TdO
-
TdO wollen Interesse und Gespür für tieferliegende Fragen wecken
-
TdO bieten Raum für Selbstklärung und Selbstfindung
-
TdO begleiten die Jugendlichen, ermöglichen die persönliche Begegnung von Mensch zu Mensch
-
Auf TdO werden Lebensthemen bearbeitet
-
TdO ermöglichen Gemeinschaftserfahrung
Prinzipien der TdO
-
Freiwilligkeit
Die Teilnahme an TdO ist freiwillig. Das ist die Voraussetzung dafür, sich wirklich persönlich und nicht nur oberflächlich mit den gewählten Thema zu befassen
-
Persönliches Lernen und Prozessorientierung
Im Mittelpunkt der TdO stehen die Schüler und Schülerinnen mit ihren Fragen und Problemen. Wenn sich das Thema im Lauf der Tage verändert, dann verändert es sich eben
-
Reflexivität
Die Reflexion mit den TeilnehmerInnen trägt zum besseren Verstehen bei
-
Geschlechtsbezogene Perspektive
Die eigene geschlechtliche Identität spielt in jedes Thema mit hinein. Darum wird dieser Bereich immer angemessen berücksichtigt, z.B. durch Trennung der Gruppe in Jungen und Mädchen
-
Mitbestimmung und Partnerschaft
Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler ist nicht nur bei der Themenfindung angesagt, sondern während des ganzen Kurses. Ebenso in der Küche und beim Rahmenprogramm
-
Selbstorganisation
Speiseplann, Einkauf, Hinfahrt, Kochen, Putzen: Wundervolle Übungsfelder für die Gemeinschaft
-
Teamarbeit
TdO werden immer von einem Team geleitet. So haben die Schülerinnen und Schüler verschiedene Ansprechpartner, die je anderes wahrnehmen
-
Ökumenische Ausrichtung
TdO finden in katholischer Trägerschaft statt. Teilnehmen dürfen alle Schülerinnen und Schüler, die wollen
-
Wahrnehmung
TdO laufen nicht nur über den Kopf, sondern sprechen den ganzen Menschen an: mit kreativen Methoden, mit Sinnesübungen und nonverbalen Kommunikationsformen
Formen der Konfliktseminare
Konfliktseminare gibt es in zwei Ausführungen: Als TdO zum Thema "Konflikte in der Klasse" oder als "richtige" Konfliktseminare aus akutem Anlass. Sie haben zum Ziel, den Schülerinnen und Schüler gewaltfreie Konfliktlösungsmöglichkeiten vorzustellen und sie mit ihnen einzuüben. Damit das gelingt, müssen Eltern und Lehrer mit einbezogen werden.
Zielgruppe
Haupt-, Föder und WerkrealschülerInnen ab Klasse 7, Lehrer und Lehrerinnen. Das Seminar findet für eine Klassengemeinschaft statt, es beruht nicht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit, sondern ist verpflichtend für alle.
Ziele des Konfliktseminars
Konflikte und Auseinandersetzungen sollen und können nicht generell vermieden werden. Konflikte begegnen den Schülern täglich, sie sollen die Möglichkeit erhalten durch gezielte Übungen ihre Konfliktlösungsstrategien und eine vernünftige Streitkultur entwickeln zu können.
-
Klimaveränderung in der Klasse
-
Sensibilisierung für ihr Konfliktverhalten
-
Handlungsalternativen aufzeigen
-
Meinungsaustausch fördern und fordern
-
Kommunikation fördern
Ort
Das Konfliktseminar findet nicht in der Schule, sondern in anderen dafür geeigneten Räumen statt. Störungen des normalen Schulalltages, wie das Pausenklingeln, Rennen auf dem Flur usw. sind damit ausgeschaltet. Außerdem durchbricht bereits ein Ortswechsel das gewohnten Rollenverhalten in der Klasse. Ein anderer Kontext setzt damit bereits das Signal: Hier geht es um Veränderung!
Dauer
Das Seminar findet an 3 hintereinander folgenden Schulvormittagen von 08.30 – 13.00 Uhr statt.
Lehrerrolle
Die Position der Lehrer ist die der teilnehmenden Beobachter/innen. Sie haben keine Verantwortung für den Ablauf und die Ordnung während der Seminartage und dürfen unangemessenes Verhalten von Schüler nicht sanktionieren. Der Rollenwechsel ermöglicht den Lehrkräften eine andere Wahrnehmung der Probleme und Anliegen ihrer Schüler/innen. Das unterstützt sie dabei, das Thema Konflikte mit ihrer Klasse neu und anders weiterzubearbeiten. Es ist wichtig diese Rolle mit Lehrern im Vorgespräch zu erläutern und abzuklären.
Die konfrontative Pädagogik und ihre Grundhaltung
 Die Karlsruher Konfliktseminare basieren auf der Grundhaltung der konfrontativen Pädagogik. In Erweiterung zur "verstehenden" Pädagogik werden mit den Schülern Verhaltensänderungen erarbeitet und eingeübt. Grundlage dafür ist die konsequente Konfrontation der Schüler mit jeglichem destruktiven Verhalten, Regelbrüchen usw. Als Seminarleitung benenne ich Verstöße, spiegele Handlungen zurück und fordere dazu auf Verhalten, Absicht und Hintergrund zu erklären. Wichtig hierbei: Nicht die Person des Jugendlichen wird in Frage gestellt, sondern sein Verhalten. Diese grundsätzliche Akzeptanz des Jugendlichen bildet die Basis einer tragfähigen, konstruktiven Beziehung zwischen ihm auf der einen und dem Erwachsenen auf der anderen Seite.
Konfliktseminar in der Bildergalerie
|